08.06.2015

Eröffnung der Palliativstation in Schmölln

Bei strahlendem Sonnenschein eröffnete der Klinikumschor mit „Freude schöner Götterfunken“ die festliche Veranstaltung zur Eröffnung der Palliativstation.

Die Umbauzeit für die Palliativstation begann am 11. Februar und dauerte bis zum 20. Mai. „Wenn wir uns entschieden haben, geht es schnell!“ stellte Geschäftsführerin Dr. Gundula Werner in ihrer Rede fest. Dabei waren viele Herausforderungen zu nehmen, denn der letzte Umbau der Räume fand 1999 statt.
 
Für den Umbau der 700 Quadratmeter großen Fläche wurde ein 6-stelliger Betrag investiert, z.B. auch in ein neues Brandschutzkonzept.
Landrätin Michaele Sojka begrüßte die Schaffung der dringend benötigten Palliativstation gerade in dem etwas ruhigeren Klinikbereich in Schmölln und wünschte den Mitarbeitern viel Kraft dabei, ihren Patienten einen Raum der Geborgenheit zu schaffen.
 
Bereits vor wenigen Tagen wurden hier auf der Palliativstation im Klinikbereich Schmölln die ersten Patienten aufgenommen. Acht Einzelzimmer sind für die Patienten vorbereitet. „Zur Station gehört ein großes Wohnzimmer mit Essbereich, das als Begegnungsraum allen zur Verfügung steht“ erzählt die Leitende Oberärztin Dr. Elisabeth Schmidt. Für die Patienten und ihre Angehörigen wurde eine komplett ausgestattete Küche eingebaut, damit man jederzeit Essen und Trinken zubereiten kann. Selbst einen Kuchen zu backen ist hier möglich. „Es ist nicht ungewöhnlich, dass gerade in dieser Lebensphase auch Familienfeiern, wie z. B. Geburtstage, hier stattfinden werden, und dafür soll alles vorbereitet sein“, ist der Wunsch der Palliativmedizinerin für ihre Patienten.
 
Dr. Elisabeth Schmidt hat sich ganz der Fachrichtung Palliativmedizin verschrieben.
„Was die Palliativmedizin tut, ist eigentlich nicht neu – über viele Jahrhunderte Medizingeschichte war Lindern und Begleiten fast das einzige, was die Medizin leisten konnte. In der heutigen Zeit, in der die Medizin so viel kann, müssen wir das erst wieder lernen.“ so Dr. Elisabeth Schmidt. Es ist ein besonderer Bereich der Medizin für Patienten, die schwerstkrank sind und deren Grunderkrankung nicht mehr heilbar ist. Umso wichtiger ist es, Symptome zu lindern und damit eine Teilnahme am Leben bis zuletzt zu ermöglichen, Ängste zu mildern und die Familien zu unterstützen. „Es ist nicht unser Ziel, dass Patienten hier sterben“ erläutert die Ärztin ihr Anliegen. „Mit unserer Arbeit tragen wir dazu bei, dass Auswirkungen der Erkrankung nicht zu belastend werden und es unseren Patienten wieder möglich wird, zu Hause leben zu können. Wer aber nicht mehr entlassen werden kann, weil das Leben ganz am Ende angelangt ist, der soll bei uns eine Atmosphäre der Geborgenheit und Ruhe finden, in der er auch sterben darf.“
 
Für dieses Ziel steht ihr ein großes Team zur Seite. Die Stationsleiterin Katharina Rost und ihre Kolleginnen und Kollegen sind u.a. mit einer Zusatzausbildung Palliativ - Care ganz auf die spezielle Situation der Patienten eingestellt. Mit ihrer besonderen Zuwendung tragen sie einen Riesenanteil daran, dass es den Patienten wieder besser geht. So können sie z. B. mit besonderen Pflegemaßnahmen auch unabhängig vom Einsatz von Medikamenten zur Linderung von Luftnot, Unruhe und Problemen beim Essen beitragen.
 
Gespräche mit Psychoonkologen oder Seelsorgern und die Angebote der Musik- und Kunsttherapie tragen dazu bei, die Situation besser verarbeiten zu können. Aber auch alle anderen Mitarbeiter im Team sind darauf eingestellt, die Patienten in ihren Sorgen zu unterstützen und zu begleiten.
 
Natürlich sind Angehörige jederzeit willkommen auf dieser besonderen Station. Auch sie erfahren hier Hilfe. Der Sozialdienst des Klinikums Altenburger Land arbeitet im Team der Palliativstation mit. Gemeinsam wird überlegt, welche Voraussetzungen für das Leben des Schwersterkrankten zu Hause nötig sind und wie man diese schaffen kann.
„Unsere Verabredung mit dem Leben findet im gegenwärtigen Augenblick statt. Und der Treffpunkt ist genau da, wo wir uns gerade befinden.“  Mit diesem Zitat von Buddha lud Geschäftsführer Dr. Lutz Blase zum Rundgang in die neue Palliativstation ein, der die Gäste gern folgten.


 

Christine Helbig


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