06.06.2019

Umzug der Notaufnahme im Klinikum Altenburger Land am 12. Juni 2019

Örtlichkeiten der „alten“ Notaufnahme werden über Monate Baustelle

Am Mittwoch, 12. Juni 2019, ziehen die Mitarbeitenden der Notaufnahme mit ihrer gesamten Einrichtung von ihrem bisherigen Standort in den gegenüberliegenden Bauteil A ins Erdgeschoss. Der Weg zur Interim – Notaufnahme führt über den Parkplatz 3 und den Haupteingang weiter durch das Foyer nach links und ist gut erkennbar ausgeschildert. Die Notaufnahme wird an diesem Tag von 6 bis 18 Uhr von der Rettungsleitstelle abmeldet. Die Mitarbeitenden der Notaufnahme appellieren daran, sich bei gesundheitlichen Problemen an diesem Tag einmal mehr selbst zu fragen, ob der Besuch der Notaufnahme unumgänglich ist oder andere Möglichkeiten in Frage kommen.

Der Umzug der Notaufnahme ist eine Herausforderung für alle Beteiligten im Klinikum. Auch wenn die Abmeldung an die Rettungsleitstelle erfolgte, werden Patienten, die sich in gesundheitlicher Notsituation befinden, am Klinikum eintreffen. „Für diese Fälle haben wir vorgesorgt und werden die Patienten auf jeden Fall behandeln können. Nur die Abläufe gestalten sich an dem Tag anders als sonst und werden im Einzelfall länger dauern“ erläutert Andrea Krammer, Bereichsleiterin der Pflege in der Notaufnahme. „Unsere speziell geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen bei den Patienten eine pflegerische Ersteinschätzung durch nach international anerkannten Richtlinien. Patientinnen und Patienten werden in der Reihenfolge nach ihrer Dringlichkeit behandelt. So kommt es immer wieder zu Wartezeiten und speziell an diesem Tag können diese natürlich noch länger sein als sonst. Während die Patienten warten, helfen wir anderen“ bittet sie um Verständnis für die spezielle Situation.
Am Tag des Umzugs werden Lotsen die eintreffenden Patienten begleiten, denn ob die Behandlung noch in der alten oder schon in der neuen Notaufnahme stattfinden kann, wird an dem Tag im Laufe des Umzugs immer wieder neu entschieden werden.

Seit Mai des vergangenen Jahres leitet Oberärztin Nicole Abt, Fachärztin für Innere Medizin mit Zusatz-Weiterbildung Notfallmedizin, die Notaufnahme im Klinikum Altenburger Land.
Die Notaufnahme – sie ist in einem Krankenhaus die Drehscheibe für alle akuten Zugänge. Vom lebensgefährlich verletzten Patienten bis zum Patienten mit Magenverstimmung kommen täglich ca. 70 bis 80 Patienten in die Notaufnahme ins Altenburger Klinikum. Bei einer Grippewelle oder Glatteis können es schnell auch mehr werden.
„ Ein Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Gliederung der Notaufnahmen ist seit diesem Jahr in Kraft getreten“ erläutert Abt die Hintergründe für die Umbauten in diesem Bereich. „Das darin dargestellte Stufenmodell begrüßen wir“ so die Leiterin, „trotz der bereits exzellenten technischen und personellen Ausstattung unserer Abteilung werden wir noch einige Anpassungen unternehmen und unsere Notaufnahme weiterentwickeln.“
„Das Klinikum ist mit seiner Notaufnahme über die Grenzen Thüringens hinaus in Ostthüringen ganz oben angesiedelt“ betont auch der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Jörg Berrouschot.

Dem Umzug geht eine monatelange Planung im Klinikum voraus. Detlef Schade, stellvertretender Leiter der Abteilung Technik, äußerte während der Beratungen die Idee, die noch leer stehende Station 03 als Interim-Notaufnahme zu nutzen. Bis dahin war die Station 03 zwar Ausweichstation, wenn andere Stationen im Klinikum renoviert wurden, aber die Voraussetzungen für eine Notaufnahme sind anders als die für eine Normalstation. Trotzdem entschied man sich nach  gründlicher Prüfung und Abwägung für diese Variante. Sie hat den entscheidenden Vorteil, dass nicht bei laufendem Behandlungsbetrieb umgebaut wird. Lärm- und Schmutzbeeinträchtigungen werden vermieden. Zur Station musste allerdings eine neue Zufahrt gebaut werden. Gemeinsam mit Rettungskräften, Polizei und Rettungsleitzentrale wurde diese noch in der Bauphase in Augenschein genommen und besprochen. Diese Zufahrt ist den Rettungsfahrzeugen vorbehalten.
„Wir werden auf unserem Besucherparkplatz einige Plätze sperren, um den Rettungsfahrzeugen den nötigen Platz zum Ausweichen zu gewährleisten. Einige Parkplätze bleiben Kurzzeitparkern vorbehalten, die Patienten mit ihrem privaten PKW holen oder bringen. Wer außerhalb der gekennzeichneten Flächen parkt oder die Kurzzeitplätze widerrechtlich nutzt, wird abgeschleppt“ kündigt Tilo Knoblauch, Technischer Leiter, an. „Wir werden zu dieser Maßnahme greifen müssen, da es sich um eine Rettungseinfahrt handelt und es um Leben oder Tod gehen kann“ bringt Knoblauch den Ernst der Situation auf den Punkt.

Hintergrund
Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA)
Er ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland.
Er bestimmt in Form von Richtlinien den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für mehr als 70 Millionen Versicherte und legt damit fest, welche Leistungen der medizinischen Versorgung von der GKV erstattet werden. Darüber hinaus beschließt der G-BA Maßnahmen der Qualitätssicherung für den ambulanten und stationären Bereich des Gesundheitswesens.
Quelle: www-g-ba.de

Text: Christine Helbig

 


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