Das Krankenhaus in Altenburg - ein Kind der deutschen Einheit

18.07.2017
Einweihung des Krankenhaus-Neubaus jährt sich zum 20sten Mal - Ein Traum von Generationen von Altenburgern war damals in Erfüllung gegangen!

„Dieses Klinikum konnte an diesem Standort nur gebaut werden und dann 20 Jahre eine gute Entwicklung nehmen, weil vor nunmehr 28 Jahren die friedliche Revolution stattfand“ so Geschäftsführerin Dr. Gundula Werner zur Eröffnung der Feststunde anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Einweihung des Krankenhaus-Neubaus in Altenburg. Sie erinnerte an die Menschen, die mit viel Mut und Hoffnung Dinge vorangebracht und dafür gesorgt haben, dass ohne Krieg eine Umwälzung der Lebensverhältnisse gelingen konnte. Dabei riet sie, sich manchmal an diese Zeit des Umbruchs zu erinnern, wenn einen mal im Alltag der Mut verlässt oder der Blick für das Große und Ganze. Aus dieser Zeit sollte man Selbstvertrauen und Dankbarkeit geschöpft haben.

Auch für die Thüringer Gesundheitsministerin Heike Werner war die Einladung zum Jubiläum Anlass, auf die 90-er Jahre als eine aufregende Zeit zurückzublicken. Für ihr Ministerium war der Krankenhausbau in Altenburger etwas Besonderes, immerhin ein Bau in einem Erdbebengebiet. Vom 30. Oktober 2000 stammte der Verwendungsnachweis, in dem man, so man Fördergelder in Anspruch genommen hat, deren ordnungsgemäße Verwendung nachweisen muss. Dies zieht üblicher Weise bei so großen Baustellen Rückforderungen des Landes nach sich. Aber nicht beim Altenburger Krankenhaus. „Im Gegenteil – hier wurde sogar noch eine Nachzahlung des  Landes fällig“ erinnerte die Ministerin lachend.

Landrätin Michaele Sojka war gekommen, zu gratulieren. Sie erinnerte, dass für den dem Bau vorangegangenen Grundstückskauf die sogenannten „SED-Millionen“ verwandt wurden. Dafür hatte sich die damalige Volkskammerabgeordnete Sabine Fache stark gemacht. Die Landrätin betonte, wie wichtig es für die Entwicklung des Klinikums ist, dass es in kommunaler Trägerschaft bleibt.

„Unser neues Krankenhaus ist ein Kind der deutschen Einheit!“ begann Dr. Bernhard Blüher, Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums Altenburger Land, seinen Festvortrag. Er hat den Neubau von der Beantragung der Fördermittel bis zur Eröffnung und in den Folgejahren die Entwicklung des Klinikums begleitet. Bereits im Mai 1990 gab es erste Gespräche mit dem gerade neu gewählten Landrat Christian Gumprecht, den Neubau eines Krankenhauses ganz oben auf die Liste der vordringlichsten Aufgaben zu setzen. Am 10. September 1990, noch vor Bildung der neuen Bundesländer, reichten Dr. Bernhard Blüher und Peter Urban den Antrag auf Einzelförderung in Erfurt und Leipzig ein. Inzwischen hatte der Kreistag einen Krankenhaus-Ausschuss gebildet, den Chefarzt Dr. Helmut Uhlemann leitete. Am 21. Mai 1992 beschloss dann der Thüringer Landtag den Neubau des Kreiskrankenhauses Altenburg als ersten in Thüringen aus rein öffentlichen Mitteln.
Bereits im Oktober 1991 hatte der spätere Geschäftsführer Peter Jansen als Leiter Krankenhauswesen im Landratsamt begonnen. Er nutzte seine Erfahrungen aus dem Kraftwerksbau und widmete sich mit voller Kraft den Anforderungen des Krankenhaus-Neubaus.

Am 16. Juli 1997 konnte der Neubau feierlich in Anwesenheit des Ministerpräsidenten Dr. Bernhard Vogel eingeweiht werden. Für die Bevölkerung hatte man am 19. Juli einen Tag der offenen Tür organisiert.
Dann galt es, den Umzug vorzubereiten. „Am 29. November 1997 wurde in einer großartigen Gemeinschaftsaktion der Umzug aus den insgesamt 12 alten Krankenhausobjekten in den Neubau vollzogen“ erinnerte Dr. Blüher. Dieser Tag ist allen Beteiligten, von denen viele heute noch im Klinikum beschäftigt sind, in lebhafter Erinnerung. „Ein Traum von Generationen von Altenburgern war in Erfüllung gegangen.“
Der Mediziner und Aufsichtsratsvorsitzende dankte in seinem Festvortrag an dieser Stelle ganz besonders Peter Jansen für seinen hohen persönlichen Anteil an diesem Erfolg und zollte ihm dafür Dank und Anerkennung.
Ab jetzt galt der Rückblick den 20 Jahren Arbeit im neuen Krankenhaus und der Entwicklung des Klinikums Altenburger Land, wie es seit 2008 heißt.
Es ist das Zentrum der stationären Krankenhausversorgung im Landkreis und teilweise darüber hinaus und mit seinen Tochtergesellschaften ein breit aufgestellter Gesundheitsdienstleister. Die wirtschaftlichen Erfolgen wurden von den Geschäftsführern Dr. Gundula Werner und Dr. Lutz Blase weitsichtig und zielstrebig weiterentwickelt. Sichtbares Zeichen der Entwicklungskonzeption 2008 bis 2013 sind die Erweiterung des Hauses 1 zum Ambulanten Zentrum in Schmölln und das MEDICUM in Altenburg.

„In der Mittelfriststrategie 2014 -2018 rückt die „Eigenoptimierung“ in den Mittelpunkt“ beschreibt Dr. Bernhard Blüher die momentanen Herausforderungen.
„In den letzten 10 Jahren sind wichtige Vorhaben verwirklicht worden. Dies fordert die Erfahrung, die Kenntnisse, das Verständnis füreinander aller Generationen im Klinikum!“
Der Aufsichtsratsvorsitzende dankte allen Mitarbeitern des Klinikums und seiner Tochtergesellschaften, den Ärzten, Pflegekräften, Hebammen, Therapeuten, Technikern und Verwaltungsmitarbeitern für ihre hervorragende Arbeit. Er dankte den bisherigen Geschäftsführern und ganz besonders Dr. Gundula Werner: „ die nach dem Weggang Dr. Blases mit der ihr eigenen Zielstrebigkeit, Weit- und Umsicht das Klinikum und den Konzern auch in schwierigen Situationen erfolgreich steuert.“

Der Chor des Klinikums unter Leitung Wolfgang Langners beschloss den Festbeitrag mit Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ und machte aus der Feststunde etwas ganz Besonderes, denn in welchem Unternehmen gibt es einen Chor?
Das Jubiläum war auch Anlass einer erneuten Einweihung. Erstmals konnten sich die Gäste von der Gestaltung der neuen Cafeteria im Eingangsbereich überzeugen. Ab 1. August werden dort sowohl Gäste als auch Mitarbeiter das Frühstücksangebot und Mittagessen in neuem Ambiente genießen. Das kleinere Bistro im Foyer steht allen dann ab 14 Uhr offen.
 Mit Mitarbeitern und Geschäftspartnern sowie deren Lebenspartnern wird das 20-jährige Neubau-Jubiläum am 1. September 2017 auf dem Flugplatz Altenburg in großer Runde noch gemeinsam gefeiert.


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