03.08.2016

Klinikum baut Regenrückhaltebecken um

Besondere Vorsicht auf der Zufahrtsstraße nach dem Kindergarten

Wo viele Jahre ein Teich oberhalb des Kindergartens am Klinikum Spaziergänger zum Ausruhen einlud, prägen jetzt Bauzäune und Baugeräte das Bild. Dieser Teich nimmt Oberflächenwasser vom Klinikum und den Nebenflächen auf. Zur Vorbereitung der Arbeiten wurde er bereits abgelassen. Während der Baumaßnahme wird ein Ersatzteich, hinter dem jetzigen Teich gelegen, die Funktion der Regenrückhaltung übernehmen. Er wird in der Fläche kleiner, dafür aber tiefer sein.
 „Hier entsteht in den nächsten Monaten ein neues Regenrückhaltebecken“ erläutert die verantwortliche Projektingenieurin des Klinikums, Dietlind Frenzel. „Die Größe des Teichs bleibt erhalten, aber die Aufteilung wird sich ändern“ führt sie weiter aus. 

Das vordere Drittel des jetzigen Teiches wird zu einem am Grund gepflasterten Absetzteich ausgebaut. Hier kann sich bereits ein Großteil der Schwebstoffe absenken. In regelmäßigen Abständen wird dieser Teil des Teiches dann gereinigt. Eine Trennwand mit Überlauf teilt den Absetzteich ab gegen die anderen 2/3 der Teichfläche, die in einen Trockenteich umgewandelt werden. Hier wird zwischen Sand- und Kiesschichten eine ca. 50 cm dicke Schicht aus speziellem Granulat eingebaut. Dazu erklärt Planer Karsten Heß: „Die Dachflächen des Klinikums sind mit Zinkblechen eingedeckt. Der Regen löst kleine Zinkpartikel heraus, führt diese mit und als Niederschlagswasser gelangen sie in den Teich. Übersteigt der Anteil Zinkpartikel einen bestimmten Grenzwert, ist vor der Einleitung in das öffentliche Kanalnetz eine Behandlung erforderlich. Das Granulat wird Zinkpartikel aus dem Wasser lösen und binden.“
„Die Oberfläche der 2/3 Rückhaltebecken bepflanzen wir zur dauerhaften Auflockerung der Filterschichten mit Schilf. Außerdem entsteht ein gedrosselter Ablauf.“ so Heß weiter. Der Teich entwässert über den Nonnengrund in den Großen Teich in Altenburg.
Für die Bauarbeiten und die spätere Zuwegung zum Teich wurde eine ca. 20 Meter breite Einfahrt eingerichtet. Dazu musste ein Baum im Gelände versetzt werden.

Das Bauvolumen ist mit ca. 600 T€ veranschlagt. Günstige Witterungsbedingungen vorausgesetzt soll die Baumaßnahme in diesem Jahr beendet sein.
An der Planung und Bauüberwachung sind ein Eisenacher Ingenieurbüro für Tiefbau und aus Altenburg ein Büro für Baugrunduntersuchung und ein Statikbüro beteiligt.
Hinweis:
Besondere Vorsicht mahnt Dietlind Frenzel während der Bauzeit für Fahrer und Fußgänger an: „Wir bitten um größte Vorsicht auf der Zufahrtsstraße im Bereich Kindergarten und Teich. Bei Materialanlieferungen werden wir teilweise mit Ampelregelung arbeiten. Bedingt durch die Straßenkurve ist der Bereich von unten schwer einsehbar“ warnt sie.


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