07.04.2016

Hubschrauberlandestelle gerüstet für neue EU - Richtlinien

Hubschrauberlandestelle am Klinikum
seit 04. April wieder in Betrieb

„Aus meiner Sicht kann der Flugbetrieb aufgenommen werden“ so Thomas Füller vom gleichnamigen Ingenieurbüro für Hubschrauberlandeplätze aus Wessobrunn aus Bayern zur Abschlussberatung vor Ort. Und er fügt hinzu: „Sehr, sehr ordentlich. Gefällt mir gut!“
Im neuen Luftverkehrsgesetz (LuftVO), zu erwarten im April 2016, wird das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur neue  EU-Richtlinien umsetzen. „Mit den getroffenen baulichen Veränderungen entspricht die Klinikumslandestelle bereits jetzt der neuen LuftVO“  weiß Tilo Knoblauch, Technischer Leiter des Klinikums. Wenn das neue Gesetz in Kraft tritt, soll es zwar eine Nachbesserungsfrist von 18 Monaten für die Umsetzung geben. Das ist nicht viel Zeit, gemessen am Umfang eines solchen Projekts und vor allem an der Bedeutung, die solch ein Platz für die Patienten eines Krankenhauses hat, wenn eine möglichst rasche Verlegung notwendig wird.
Im Klinikum begannen die Vorbereitungen für den Umbau bereits im Herbst 2014.
Das Planungsbüro Hesse und Partner aus Eisenach und Bauingenieurin Dietlind Frenzel von Seiten des Klinikums entwickelten gemeinsam die Planung. Sie umfasste die Vermessung von Hindernissen im geforderten Anflugwinkel von 8°, die die Ausrichtung des Landekreuzes zu den neuen Anflugsektoren, die neue Beleuchtung der Landefläche, aber auch eine Baugrunduntersuchung und die Planung des Aufbaus der neuen Landefläche inkl. des Sicherheitsbereiches von 22m x 22m.
Baulich wurde die Landefläche der neuen Geometrie angepasst, asphaltiert und der Sicherheitsbereich gepflastert. Neu ist die Einzäunung des Bereiches.
Die Kosten beliefen sich auf ca. 200.000,00 € Brutto, das Klinikum musste ohne Zuschüsse oder Fördermittel auskommen. Der Baubeginn erfolgte am 4.11.2015. Dank der guten Witterungsbedingungen konnten die letzten Arbeiten bereits im März ausgeführt werden.
Zur Abschlussberatung wurde eine Checkliste abgearbeitet, um eventuell noch vorhandene Mängel abstellen zu können. Einziges „Manko“ der Auswertung ist die noch fehlende farbliche Markierung, das bekannte „H“, mit dem ein solcher Platz gekennzeichnet sein muss. Eine Inbetriebnahme ist dadurch nicht in Frage gestellt. „Die Piloten haben spezielle Pläne an Bord, so dass sie auch ohne diese Kennzeichnung die bestimmte Lande- und Startrichtung aufnehmen können“ weiß Thomas Füller, der als Sachverständiger natürlich auch selbst Hubschrauber fliegt. Für das Aufbringen der Farbmarkierung braucht es über mehrere Tage Temperaturen über 10 Grad Celsius, so dass man dafür sicherheitshalber etwas warten wird.

Während der Bauarbeiten landeten  die Hubschrauber auf dem Rasenplatz des “Alten Stadions“ unmittelbar hinter dem MEDICUM. Dazu waren im Vorfeld umfangreiche Abstimmungen innerhalb des Klinikums, mit der Stadt Altenburg als Eigentümerin des Stadions, den Rettungsleitstellen, den Luftrettungszentren und der Feuerwehr Altenburg wegen einer Beleuchtung bei  der Landung im Dunklen notwendig. „Herzlichen Dank an alle Beteiligten, denn sie haben unkompliziert zusammengearbeitet“ schätzte Tilo Knoblauch diese provisorische Lösung ein.
Jetzt sind alle Beteiligten froh über die Fertigstellung der neuen Landestelle, denn alle baulichen Veränderungen dienen dem einen Zweck: Mehr Sicherheit für alle, die in Starts und Landungen der Hubschrauber eingebunden sind, Patienten, Besatzung und Mitarbeiter des Klinikums und der Rettungsdienste.

Text: Christine Helbig


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