11.04.2016

11. April ist Welt-Parkinson-Tag

Welt-Parkinson-Tag am 11. April 2016 - Das Parkinson-Team stellt sich vor

Am Montag, 11. April, 15:00 Uhr bis ca. 16:30 Uhr, lädt die Klinik für Neurologie anlässlich des Welt-Parkinson-Tages Interessierte in den Hörsaal des Klinikums ein.

Die Abteilung für Bewegungsstörungen/Parkinson der Klinik für Neurologie ist auf die Behandlung von Menschen mit Parkinsonerkrankung spezialisiert. „Am Welt-Parkinson-Tag wollen wir, die Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten der Abteilung für Bewegungsstörungen/ Parkinson, uns und unsere Arbeit vorstellen. Wir wollen über die Krankheit informieren und aufklären“ sagt Oberarzt Dr. Bert Winkler von der neurologischen Klinik. Außerdem werden die Möglichkeiten der Krankheitserkennung, -behandlung und -therapie ausführlich dargestellt.

Für die Diagnostik der Erkrankung steht der Klinik für Neurologie ein breites Spektrum an Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung, u. a. die Magnetresonanztomographie (MRT), die Computertomographie (CT) und neurologische Untersuchungsmethoden. Da die Parkinsonbehandlung eine sehr komplexe ist, beschränkt sie sich nicht ausschließlich auf ärztliche und pflegerische Maßnahmen, sondern bezieht Ergo- und Physiotherapie, Logopädie, Neuropsychologie und den Sozialdienst mit ein. Vor allem geht es um den Erhalt von Beweglichkeit und damit verbunden um Lebensqualität und Lebensfreude für die Patienten. Die genauen Ursachen für Parkinson sind auch heute noch nicht umfassend geklärt. Man weiß aber, dass ein Dopaminmangel zu Störungen im Bewegungszentrum des Gehirns führt. Dadurch kann es zu Bewegungseinschränkungen, Zittern,  Schulter- und Nackenschmerzen, auch zu Depressionen und Schlafstörungen kommen.


Parkinson wird in erster Linie mit Medikamenten behandelt. Die Medikamenteneinstellung nehmen Fachärzte für Neurologie nach den aktuellen Empfehlungen der Fachgesellschaften vor. Bei fortgeschrittenem Krankheitsbild kann die Einstellung auf eine Medikamentenpumpe erforderlich werden. Diese erfolgt immer stationär. Aber auch Patienten, die schon mit einer Medikamentenpumpe ausgestattet sind, werden in der Klinik kompetent betreut. Die Fachärzte und speziell ausgebildetes Pflegepersonal (so genannte Parkinson-Nurse) kümmern sich während eines Krankenhausaufenthaltes um die Patienten und sind auch nach der Entlassung weiter als Ansprechpartner für sie da.

„Nach den Ausführungen der Ärzte und Therapeuten  möchten wir gern bei einem kleinen Imbiss mit Patienten, Angehörigen und am Thema Interessierten ins Gespräch kommen“ so das Anliegen des Behandlungsteams.
Weitere Informationen zur Veranstaltung am 11.04.2016 erhalten Interessierte auf unserer Website (http://klinikum-altenburgerland.de/).

Hintergrund
Am 11. April 1997, dem Geburtstag von James Parkinson, führte die European Parkinsons Disease Association den Welt-Parkinson-Tag ein. Dieser Tag versteht sich als Aktionstag zur Aufklärung über die Parkinson-Krankheit und will Betroffene, Angehörige und Interessierte zusammenbringen.
Der Morbus Parkinson, wie die Krankheit auch genannt wird, ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung. Die Leitsymptome sind Muskelstarre, verlangsamte Bewegungen bis hin zur Bewegungslosigkeit, Muskelzittern und Haltungsinstabilität. Nach der Alzheimer-Demenz ist Parkinson in Deutschland die am häufigsten vorkommende degenerative Nervenerkrankung. Etwa 250.000 bis 300.000 Menschen sind davon betroffen. Parkinson tritt häufig zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr auf, selten auch früher (vor dem 40. Lebensjahr).


Eine Möglichkeit der Ursachenbehandlung des Parkinson-Syndroms gibt es leider noch nicht. Aber es gibt zahlreiche symptomlindernde medikamentöse und therapeutische Ansätze, die den Betroffenen über Jahre ein Leben ohne größere Einschränkungen ermöglichen können. Wichtig sind dabei immer die enge Zusammenarbeit zwischen ambulanten und Klinikärzten, Therapeuten und Sozialdiensten und natürlich der vertrauensvolle Kontakt zwischen Arzt, Patient und dessen Angehörigen. Daneben gibt es Selbsthilfegruppen, die unterstützend und beratend zur Seite stehen.


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